Wiener Jazz-Piano-Akkordeon

Sa, Mai 28, 2005

Otto Lechner

Wiener Jazz-Piano-Akkordeon

Geboren 1964. Als Musiker Autodidakt, begann Otto Lechner seine musikalische Laufbahn als Begleitmusiker des Kabarettisten Josef Hader. Nach dieser Zusammenarbeit war er vor allem als Komponist und Musiker für Theaterproduktionen tätig (u. a. Burgtheater Wien, Schillertheater Berlin). Zuletzt stellte er in Melbourne, Australien sein Akkordeon-Soloprogramm „The Dark Side of the Accordeon” vor und gewann damit den National Radio Award of the Australian Broadcasting Corporation.

Die Musik von Otto Lechner ist geprägt von ländlichen Stimmungen, deren Existenz man längst verloren glaubte. Es ist eine Reise an Orte, die man nie gesehen hat, begleitet von dem Gefühl, sie schon lange zu kennen. „Meine Vorliebe gilt immer jenen Stilen, bei denen die Improvisation im Vorder-grund steht, und so soll es nicht verwundern, wenn ich von manchen Zeitgenossen als Jazzpianist bezeichnet wurde. Um die Mitte der achtziger Jahre entdeckte ich das Instrument meiner Kindheit wieder – das Akkordeon. Bei meinem Versuch, die geschundene und zum Klischee verkommene Ziehharmonika zu einem Instrument meiner Musik zu machen, sind leider Dissonanzen unvermeidlich.” (Otto Lechner)


-> Zur Website von Otto Lechner

Der Künstler über sich selbst:

“Ich bin am 25. Februar 1964 geboren und habe seither bei Schul- und Dorffesten
in Gast- und Kunsthäusern
im Rahmen von Tauf- und Sterbefeiern
für Schau- und Hörspiele
vor Wein- und Bildhauern
in über- und Attersee
in An- und Straßenbahnzügen
als Ton- und Kleinkünstler
als Kompo- und Pianist
bei Puppen- und Tanztheater
nach Litera- oder Partitur
in Kir- und bei Brötchen
als Urlaubs- oder Ehrengast musiziert.”

Unsere Agentur hat Otto Lechner mehrmals im Rahmen der ACCORDION TRIBE Tourneen auf Tourneen eingeladen. Der Dokumentarfilm zu diesem Projekt kommt im April in die deutschen Kinos und ist soeben erfolgreich in der Schweiz angelaufen.

Pressestimmen:

“Ob Lechner eine Art tibetanischen Obertongesang in der Manier von Keith Jarrett auf die Zieh-Töne legt, ob er das Akkordeon als Schlaginstrument einsetzt oder es auch nur auf den Boden legt und an ihm herumzieht und- drückt-und-wippt, ob er Pink Floyd, Duke Ellington oder Dave Brubeck zitiert, ob seine Hand im französischen Mussette-Stil über die Tasten fliegt, so tut er das jeweils, um orchestrale Dialoge zu erfinden: ganzkörperlich, persönlich.”

Der Falter

“Die Ziehharmonika verwandelt sich in einen Zauberkasten entrückender Resonanzen. Melodien von Glass’scher Zerbrechlichkeit wechseln mit monumentalen Tonfolgen, chassidische Walzer mit jazzigen Wienerliedern. Unentzweibar verschmilzt die Stimme mit dem Klang des Instruments.”

Der Standard

“Otto Lechners Kompositionen sprühen vor Einfallsreichtum und hintergründigem Witz. In Soli pendelt der blinde Künstler zwischen jazzigen Blue Notes zur Blues-Begleitung und ironischen Karikaturen. Wiener Heurigenseligkeit verbindet charmanten „Schmäh“, abgehackte Phrasen und Praterstimmung.”

Frankfurter Allgemeine Zeitung

“Die Klangsuche am Instrument, die harmonische Unangepaßtheit, der Mut auch zur Dissonanz bestimmten das Spiel. Impressionistische bis computerweltliche Klangszenen. So Lechners „Wintersonnenwende“ – fluoriszierende Flächen, großaufgeblasener, scharfer Harmonikasound. Vibrierend, drängerisch, geradezu elektrisch aufgeladen dagegen sein „Netzwork“.”

Ulmer Kulturspiegel

“Wahrscheinlich hast du schon einmal Jazz-Piano gehört. Aber Jazz-Piano-Akkordeon? Das kann doch nicht dein Ernst sein! Otto Lechner ist ein öster-reichischer Virtuose, der sein Instrument schweben und unsere Herzen schneller schlagen läßt. Seine Musik und auch er selber sind warm, witzig und sexy. Ja, ein Akkordeon kann sexy sein, das versichere ich dir … Dieser Mann hat eine leidenschaftliche Beziehung zu seinem Akkordeon, er ist mit ihm verheiratet. Er selber wird das Instrument, und genau das macht seine Konzerte so außerordentlich fesselnd und faszinierend. Die „dunkle Facette des Akkordeons“ ist aufreizend und sensationell. Die Menschenmenge in der Eröffnungsnacht hat gestampft und gejubelt.”

The Melbourne Times

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