RACHELLE GARNIEZ

September 25th, 2007

“An eclectic super-powerful presence with grace, fluidity galore.”
Robert Maceachern

Rachelle Garniez’ Musik wurde von einem Journalisten einmal als “sentimentaler Jazz mit Anflügen von Cabaret” bezeichnet, eine Charakterisierung, die freilich viel zu kurz greift. Denn das Sentimentale wird bei ihr stets ironisch überformt, zur Untermalung ihrer Erzählungen und Seelentrips bedient sie sich des Swing, des Tangos, Walzers, Tex-Mex und Latin Jazz.
Wenn sich Rachelle Garniez musikalischer und lyrischer Kosmos mit irgendetwas vergleichen lässt, dann seien Analogien zum düsteren Nostalgie-Underground eines Tom Waits, textlich zum Sarkasmus eines Richard Thompson gestattet. Ihren skurrilen Humor indes teilt sie mit niemandem. Rachelle Garniez entdeckte 1986 das Akkordeon für sich, und probierte es zunächst in den U-Bahnstationen ihrer Heimatstadt New York aus. Sie sammelte Spielerfahrung bei Sessions mit spanischen Gitanos und Auftritten bei italienischen Karnevals.
Die Fortunate Few gründete sie 1996. Rachelles Songs werden bereits fleißig gecovert. Mit lasziv gehauchtem Gesang, der sich jäh in kristallklare Höhen erhebt, unterstreicht sie die Präzision ihrer oft schrägen Texte, denen ihre Musiker mit relaxtem Lounge-Jazz oder aber an Bob Dylans “Band” erinnernden Balladen-Rock hautenge samtige Kleider schneidern. Ungemein cool und von nonchalantem Witz.

Rubrik: Künstler - im Detail, Rachelle Garniez


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