Die Retter des Son

Mai 28th, 2005

Sierra Maestra

Vor 25 Jahren retteten neun Studenten in Havanna den Son vor dem Aussterben. Sie gründeten die Band Sierra Maestra, benannt nach jener Bergkette im Osten Kubas, in deren Hügellandschaft der Son, die Wurzel weltweit populärer Musikstile wie Mambo, Cha-Cha oder Salsa entstand, und reanimierten die alte akustische Musik aus der Provinz.

Bläser, die dreisaitige Gitarre Tres, Bongos und Claves standen plötzlich wieder im Mittelpunkt einer unverwüstlichen Tanzmusik, die von schneidenden Trompetensoli, ausgefeilten Vokalsätzen und einer ebenso selbstverständlich wie vertrackt wirkenden Rhythmik lebt.

“Wir lieben was wir tun, und deshalb wird unser Feuer auch nie verlöschen” lautet das gemeinsame Credo von Sierra Maestra und mit besagten Feuer treiben sie auch den letzten Tanzmuffel aus seinem Sitz.

Auftritte von Sierra Maestra sind immer ein Fest - ein Fest, das dem Son gewidmet ist und rootslastige guajira, Afro-Cuban-Jazz mit knackigen Riffs, gefühlvolle Boleros und feurige son-montunos präsentiert.

Die kubanische Musik, hier ist sie in all ihren Stimmungen präsent mit wunderbaren Harmoniegesängen, Solostimmen, die mit den Bläsern des öfteren ins Duett treten und immer wieder den sich langsam zu wahren Gruppen-Feuerwerken aufbauenden son-montunos, die zu den weltweit gefeierten Höhepunkten eines jeden Sierra Maestra-Konzerts zählen.

Kein Zweifel, diese Band hat einen wunderbaren Swing, den jede Nummer ihres Repertoires in sich trägt. Selten wurde das besondere Flair des Son, der Kollektivgeist der Musiker, ihre Stimmen, Soli und die bedeutungsvollen Texte, packender zelebriert als bei Sierra Maestra.

Rubrik: Sierra Maestra


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