Accordion Tribe ist der Name eines höchst ungewöhnlichen Musikprojektes, das unsere Agentur seit seinem Entstehen begleitet hat.
Jetzt nach über 10 Jahren stellt sich plötzlich ein kaum glaublicher Erfolg ein – ausverkaufte Hallen allerorten, 2006 debutierte das Ensemble im knackevollen KKL in Luzern, dem vielleicht schönsten Konzerthaus der Welt, danach u.A. in der Kölner Philharmonie oder dem Konzerthaus Wien. Jetzt kommt das Ensemble für eine Tournee im Frühjahr 2009 zurück. Leider wird diese Tournee ohne Lars Hollmer stattfinden müssen, der Weihnachten nach langer Krankheit starb – die Welt wird ohne ihn kälter sein.
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Fünf Akkordeonisten greifen hier zusammen in die Tasten – eine für manch einen befremdlich erscheinende Konstellation.
Amüsiert erinnert sich Guy Klucevsek – Initiator des „accordon tribe“ – an eine Unterhaltung mit einem Konzertveranstalter, welcher sich skeptisch über die Anziehungskraft eines Akkordeon-Solo-Konzertes geäußert hatte. Als Klucevsek ihm daraufhin vorschlug, im Duo mit seiner Zunftgenossin Pauline Oliveros aufzutreten, entgegnete sein Gegenüber: „Zwei Akkordeons? Das ist ja noch schlimmer……!!!“
Mit dieser schreckhaften Reaktion läge der geschätzte Kollege heute weitab jeder realistischen Einschätzung des Publikumsgeschmacks, denn das Akkordeon feiert/e in letzter Zeit ein rauschendes Comeback.
Ob Tango, Klezmer, Juju oder andere Musikstile, die von dieser Instrumentengattung geprägt werden: sie alle erfreuen sich deutlich zunehmender Beliebtheit.
a c c o r d i o n t r i b e versammelt/e – zunächst in Form eines ebenso ambitionierten wie ausgefallenen Tourprojektes – eine Handvoll der weltweit besten Vertreter der ‘Quetschkisten’-Kunst, von denen jeder nicht nur ein herausragender Instrumentalist, sondern auch ein profilierter Komponist eigener Musik für Akkordeon ist.
Guy Klucevsek, den man seinerseits in Jazz- und Avantgardekreisen gleichermaßen schätzt und als Mitstreiter von (u.a.) Bill Frisell, John Zorn, Anthony Braxton und Laurie Anderson kennt, hat bei der Auswahl seiner Mitstreiter wahrlich keinen schlechten Geschmack bewiesen: Maria Kalaniemi aus Finnland ist die führende Akkordeonistin ihres Landes; neben ihrer Lehrtätigkeit an der Sibelius-Akademie hat sie bereits zwei CDs unter eigenem Namen veröffentlicht. Der schwedische Autodidakt Lars Hollmer begeisterte sein Publikum sowohl mit einfachen Melodien als auch mit vertrackten, experimentellen Stücken; mit verschiedenen Ensembles war er gerngesehener Gast auf Bühnen in aller Herren Länder. Bratko Bibic aus Slovenien spielte schon in den 70er Jahren in der legendären Formation Begnagrad, dann u.a. mit Tom Cora in der Band Nimal; in letzter Zeit tourt/e er vorwiegend solo mit traditionellem und neuem Material. Der Österreicher Otto Lechner spielt bereits seit seinem vierten Lebensjahr Akkordeon; neben eigenem Material spielt bzw. bearbeitet er traditionell-populäre Musik und Walzer, in die er bisweilen Jazz-Improvisationen einbringt. Seine christmas-tourneen mit einem Parforceritt durch die Weihnachtslieder dieser Welt sind mittlerweile Legende. In seiner Heimatstadt Wien leitet er zwei Ensembles und schreibt Musik für Theater und Hörspiele in ganz Europa.
Die Presse verglich das Hörerlebnis während der Konzerte mit dem Aufwachen aus einem musikalischen Dornröschenschlaf. In mehreren Fachzeitschriften wählten Journalisten das Projekt zum Live-Konzert des Jahres. Nicht zuletzt aufgrund dieses Erfolges nahmen die Solo-Karrieren der einzelnen Musiker seither einen jähen Aufschwung. Schließlich faßte der Filmemacher Stefan Schwietert, der u.A. mit dem Dokumentarfilm „A Tickle in the Heart“ über die Epstein Brothers bekannt wurde, den Entschluß, eine Kino-Dokumentation über „accordion tribe“ zu produzieren. Bei seinem Kinostart in der Schweiz wurde “Accordion Tribe” von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen und erhielt den Schweizer Filmpreis 2005 für den besten Dokumentarfilm. Außerdem wurde er mit dem Publikumspreis beim Dokumentarfilm-Festival in Würzburg und der “Kulturperle” von art-tv für den besten Dokumentarfilm 2004 ausgezeichnet.
Züritipp: “Ein Dokumentarfilm, der dermassen das Herz erwärmt, dass man ihn gleich mehrmals anschauen will.”
WOZ: “Zum Weinen schön.”
NZZ Ticket: “Ein Doku-Roadmovie mit viel umwerfender Musik.”
Das Zusammenwirken dieser fünf hervorragenden Akkordeonisten, das zahlreiche Konzertsäle überall auf der Welt in Stürme der Begeisterung versetzte, ist nun endlich wieder auf den Bühnen Europas zu erleben.
In Duos, Trios und Quintetbesetzungen werden alle Spiel- und Klangvarianten des Instrumentes ausgelotet.
Mit neuen Kompositionen versprechen die fünf Virtuosen ein Fest faszinierender Musik, ebenso folkloristisch wie abenteuerlustig und innovativ. Mit nicht einem Akkordeon zuviel.


Sa, Jun 28, 2008
Accordion Tribe